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Die Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG)


Überblick über den Aufbau dieser Seite:

Was ist die SWEG?
Die Geschichte der SWEG
Die SWEG heute
Die Zukunft der SWEG

Was ist die SWEG?


Die Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (im weiteren Verlauf dieser Homepage mit SWEG abgekürzt) ist ein in Baden-Württemberg tätiges Verkehrsunternehmen mit Sitz im badischen Lahr. Die SWEG besitzt verschiedene Verkehrsbetriebe im Westen Baden-Württembergs, die Eisenbahn- und Buslinien in ihrem jeweiligen Umkreis bedienen - von Bad Mergentheim im Norden bis an die schweizer Grenze (und etwas darüber hinau) bei Weil am Rhein im Süden.
Nochmals der Hinweis: Dies ist eine vollständig private Homepage zur SWEG, die offizielle Firmenhomepage ist www.sweg.de.

Die Geschichte der SWEG


Die SWEG wurde am 10.Dezember 1961 als damalige "Südwestdeutsche Eisenbahnen Aktiengesellschaft" vom Land Baden-Württemberg in Ettlingen gegründet, sie sollte die in Süddeutschland vorhandenen, von der Stilllegung bedrohten Strecken der privaten Deutsche Eisenbahn-Betriebsgesellschaft (DEBG) auffangen bzw. weiterbetreiben. Die SWEG übernahm zum 1. Mai 1963 dann den Betrieb auf folgenden Strecken:
  • Achertalbahn (Achern-Ottenhöfen)
  • Bruchsal-Ubstadt-Odenheim(-Hilsbach) und Bruchsal-Ubstadt-Menzingen
  • Harmersbachtalbahn (Biberach-Oberharmersbach)
  • Jagsttalbahn (Möckmühl-Dörzbach)
  • Kandertalbahn (Weil am Rhein-Kandern)
  • Münstertalbahn (Bad Krozingen-Untermünstertal)
  • Krebsbachtalbahn (Neckarbischofsheim-Hüffenhardt)
  • Oberschefflenz-Billigheim
  • Orschweier-Ettenheimmünster
  • Nebenbahn Wiesloch-Meckesheim/Waldangelloch
(fett geschriebene Bahnlinien werden noch heute von der SWEG unterhalten)

Am 1. Oktober 1971 wurde die SWEG dann mit der Mittelbadischen Eisenbahn (MEG) vereinigt, da beide Gesellschaften im Besitz des Landes waren und durch Zusammenlegung der Wartung und Disposition Kosteneinsparungen möglich wurden - welche bei den kleinen, meist wenig rentablen Nebenbahnen dringend nötig waren. Die MEG war zu dieser Zeit allerdings schon immer weiter auf dem Rückzug, nur ein Bruchteil der einstigen Strecken wurden noch bedient. Auch die SWEG musste diesen Kurs zunächst leider fortsetzen, so wurde der Verkehr auf der übernommenen Bregtalbahn Hüfingen-Furtwangen auf dem Abschnitt Bräunlingen-Furtwangen bereits am 30. September 1972 eingestellt.
Weiterbetrieben wurden die beiden folgenden Strecken:
  • Der Rest der ehemaligen MEG-Nord, der gerade auf dem Abschnitt Bühl-Greffern auf Normalspur umgebaut wurde
  • Kaiserstuhlbahn(en) (Gottenheim/Riegel-Endingen-Breisach)
Da die SWEG zunehmend auch Busverkehr anbot und dieser mit der Zeit dem Bahnverkehr zumindest ebenbürtig war, wurde der Gesellschaft schließlich 1984 der heutige Name "Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft" gegeben, die Abkürzung "SWEG" wurde jedoch beibehalten.

Nach der Regionalisierung, die der Deutschen (Bundes-)Bahn das Monopol nahm, bewarb sich die SWEG mit den Töchtern Ortenau-S-Bahn und Breisgau-S-Bahn auch bei Ausschreibungen "fremder" Strecken. Die SWEG gewann und deshalb betreiben die beiden Töchter nun auch zumindest Teile des Verkehrs auf den folgenden DB Strecken:

  • KBS 702/703 (Lahr-)Offenburg-Appenweier(-Achern)
  • KBS 718 Appenweier-Bad Griesbach
  • KBS 719 Offenburg-Appenweier-Kehl-Strasbourg
  • KBS 720 Offenburg-Hausach(-Hornberg, aktuell nicht bedient)
  • KBS 721 Hausach-Freudenstadt
  • KBS 726 Freiburg-Denzlingen-Elzach
  • KBS 729 Freiburg-Gottenheim-Breisach
Man sieht: Die SWEG war dem Wettbewerb nahe der heimischen Verkehrsbetriebe gut gewachsen, andere Bewerbungen, wie die große, gemeinsame Bewerbung der SWEG mit der HzL, der AVG und der SBB um den Betrieb der Schwarzwaldbahn scheiterten allerdings.
In der Folgezeit wurden die eigenen Bahnlinien modernisiert und viele neue Fahrzeuge des Typs RegioShuttle beschafft, die heute den Großteil des Verkehrs abwickeln.

Die SWEG heute:


Die SWEG erbringt heute modernen und leistungsfähigen Personennahverkehr mit einem abgestimmtem Konzept zwischen Bus und Bahn. Auf 122 Kilometern eigener Bahnstrecke sowie einer mindestens ebenso großen Kilometerzahl von fremden Strecken werden heute 75 Triebfahrzeuge eingesetzt, zudem sind (mindestens) 290 Omibusse im Einsatz. Zusammen werden über 43 Mio Fahrgäste pro Jahr von der SWEG befördert.

Sämtliche Bahn- und Buslinien werden von verschiedenen Standorten, den sogenannten Verkehrsbetrieben, aus betrieben. Dabei weisen 5 der Verkehrsbetriebe noch Eisenbahnverkehr auf, während der Rest nur noch Buslinien betriebt.

An Eisenbahnfahrzeugen werden heute hauptsächlich Triebwagen des Typs RS1 eingesetzt, doch auch die NE 81 sind aus dem Verkehr noch nicht wegzudenken. Im Güterverkehr sind 4 Loks unterschiedlicher Typen beschäftigt.
Nähere Informationen dazu gibt es auf der Fahrzeug-Seite.
Auch im Busbereich wurde investiert, hier fahren hauptsächlich Bustypen der Hersteller MAN (Lion's City) und Mercedes Benz (Citaro und einzelne O405G).

Die Zukunft der SWEG:


Die SWEG kann heute einer insgesamt recht guten Zukunft entgegen blicken. Auf ihren jetzigen Strecken fährt sie weitestgehend mit Erfolg und ist bei den Fahrgästen überdurchschnittlich beliebt. Dem durch zunehmende Ausschreibungen der Bestandsstrecken wachsenden Konkurrenzdruck wird mit zahlreichen Investitionen in neue Techniken begegnet, wie etwa der Elektrifizierung der Münstertalbahn 2013.
Nicht auszuschließen sind auch weitere Gewinne bei neuen Ausschreibungen, hier vorallem in der Nähe bestehender Verkehrsbetriebe oder bedienter Strecken, so wie es zuletzt 2004 bei der Kinzigtalbahn, als die Linie aus Offenburg(/Bad Griesbach) über Hausach hinaus nach Freudenstadt verlängert wurde, der Fall war.