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Die Breisgau-S-Bahn




Die Breisgau-S-Bahn ist ein Tochterunternehmen der SWEG mit Sitz in Freiburg.

Die Breisgau-S-Bahn entstand 1995 als Tochter der SWEG (50%) und der VAG (Freiburger Verkehrs AG, 50%) mit dem Ziel, sich gemeinsam bei der Ausschreibung der KBS 729 Freiburg-Breisach zu bewerben um dort S-Bahn-ähnlichen Verkehr durchzuführen. Das Konzept sah und sieht vor, durch verschiedene Faktoren mehr Menschen zum Umsteigen vom Auto auf Bus & Bahn zu bewegen. Diese Faktoren sind:
  • Einsatz von modernen, fahrgastfreundlichen Fahrzeugen
  • Einführung eines Taktsystems, dichterer Takt um mehr Fahrmöglichkeiten zu bieten
  • Kundenfreundlicher Ausbau der Haltestellen
  • Einbindung in regionale Taktgefüge (Abstimmung mit anderen Verkehrsträgern)
1996 erhielt die BSB ihre Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU).
Die Ausschreibung wurde gewonnen, seit dem 1. Juni 1997 erbringt die BSB sämtliche Nahverkehrsleistungen zwischen Freiburg und Breisach mit ihren modernen Triebwagen des Typs Regio-Shuttle. Anfangs wurden RS1 der Muttergesellschaft SWEG eingesetzt, bis genügend eigene Triebwagen zur Verfügung standen. Die BSB wurde auf der Strecke sehr gut angenommen, kontinuierlich konnten die Fahrgastzahlen ausgebaut werden, weshalb die Triebwagen in der Hauptverkehrszeit heute teilweise sogar in Fünffachtraktionen eingesetzt werden.

Als die KBS 726 Denzlingen-Elzach ausgeschrieben wurde, bewarb sich die BSB ebenfalls. Die Strecke war ähnlich der Strecke nach Breisach: nicht elektrifiziert, von Freiburg aus zu betreiben und mit S-Bahn-ähnlichen Attributen. Die Breisgau-S-Bahn konnte auch diese Strecke letztendlich gewinnen und betreibt seit dem 15. Dezember 2002 die Strecke im Stundentakt mit bis Freiburg durchlaufenden Zügen, Mo-Fr (teilweise auch Samstags) wird bis Waldkirch sogar auf einen ungefähren Halbstundentakt verdichtet. Dafür wurden zusätzlich zu den neun vorhanden RS1 zusätzlich nochmals zwölf Triebwagen gekauft.

In Waldkirch betreibt die BSB eine zweigleisige Abstellanlage am nörd-östlichen Ende des Bahnhofs. Im umzäunten Gelände können die BSB Triebwagen die Nacht über abgestellt und mit Strom versorgt werden.

Weil die Fahrgastzahlen immer weiter stiegen, konnten 2005 zwei weitere von Stadler gebaute Regio-Shuttles in Betrieb genommen werden. Nun sind insgesamt 21 in Endingen am Kaiserstuhl beheimatete Triebwagen im Einsatz auf den beiden Strecken. Kleinere Wartungsarbeiten wurden bis vor einiger Zeit auch in Staufen ausgeführt.

Für die Zukunft wird mittlerweile angestrebt, den Nahverkehr um Freiburg weiter auszubauen. Fast sicher erscheint der Ausbau und die Elektrifizierung der Breisacher Bahn und der Elztalbahn. Kritisch ist das für die Breisgau-S-Bahn GmbH deshalb, da diese, im Gegensatz zum Mitbewerber DB Regio, lange über keine Infrastruktur für die Wartung von elektrischen Fahrzeugen verfügt. Die Elektrifizierung der Münstertalbahn könnte ein erster Schritt gewesen sien, diesen Nachteil auszugleichen.